19. Dezember 2015

3 Tage Trekking in der Mitte von Nepal

Wie kam es eigentlich dazu?



Ich wollte ursprünglich eigentlich nicht trekken gehen, habe es aber dann in Erwägung gezogen, nachdem ich Bilder und Erzählungen von anderen Volunteers zu sehen und zu hören bekam.
Ich teilte also Bhagwan mit, dass ich vielleicht trekken gehen möchte und als ich nach dem Kloster wieder bei der Gastfamilie ankam, lernte ich Heike kennen, die mir sagte: "Ach du gehst also mit mir ab morgen trekken?"
Hmm...  Ich hab ihr dann gesagt, dass es von meiner Seite aus noch gar nicht sicher wäre, aber sie meinte, sie würde auch nur trekken gehen, wenn ich mitkomme, sonst wäre sie ganz alleine mit dem Guide unterwegs.

Wir riefen dann Bhagwan an und fragten nach, wo/wie lange dieser Trek denn wäre und wer unser Guide ist:
Tag 1: Kande (1770 m) - Australian Camp (2100 m) - Dhampus (1650 m)
Tag 2: Von Dhampus nach Sarangkot (1600 m)
Tag 3: Sonnenaufgang in Sarankot und dann Abstieg zur Lakeside (930 m)

Unser Guide sollte Krishna sein, also mein Ex-Yogalehrer :D Wir sollten ihn anrufen, falls wir noch Fragen zu dem Trek haben. Das taten wir auch und es stelle sich heraus, dass er gar nichts davon wusste, uns ab dem nächsten Morgen als Guide zu dienen. Wir klärten alles Nötige und ich entschied mich doch fürs Trekken mit Heike :)

Wir machten aus möglichst wenig mit zu nehmen. Ja, das hat man eigentlich immer vor, aber wann klappt das auch mal? Bei uns schon!
Somit brauchten wir keine Träger wie andere, sondern schleppten unsere 7 Sachen selber.


Am nächsten Morgen ging es los: Wir fuhren mit dem Taxi bei leichtem Regen zu unserem Startpunkt.



Dort angekommen holten wir unsere Rucksäcke aus dem Kofferraum und liefen los.


Diese Schaukeln gibt es anlässlich des aktuellen Festes überall.
Sie werden aus Bambus gebaut und jeder muss damit einmal am Tag den Boden verlassen.

Nepalesische Treppen

Viele Treppen ....

... die sich aber lohnen :)

Bei der nächsten Schaukel konnten wir nicht widerstehen und stießen die Kinder runter, versklavten sie und sie mussten uns dann anschubsen. So oder so ähnlich ist es mit Sicherheit passiert :)
 
 

Ein ständiges auf und ab.


Richtige Dörfer trifft man in den Bergen kaum an. Eher sind es alleinstehende Holzhütten wie bei Heidi.


Die Gebetsfahnen ließen mich wieder an die Mönche in Pokhara denken, die mir sehr fehlen...


Wie sich die kleinen Läden dort oben halten können, ist mir ein Rätsel.
Die Sachen laufen ja ab, bevor sie überhaupt oben ankommen :P
 
Ein traditioneller Webstuhl

 
Australian Camp in Sicht!!


Das "Camp" gleicht eher einer vornehmen Mini-Siedlung


It's teatime, darlings!!
Dal Bhat darf natürlich nicht fehlen ;)
Was anderes aus dem Menü konnte man eh nicht bestellen, thanks to India.
 
Wir wurden natürlich begutachtet :D

Was dann geschah war unglaublich... Pferde erschienen. Gefunden auf Otto.de
Spaß beiseite^^ Im Ernst: Ich sah das erste mal Pferde in Nepal!




Wir brachen dann mit gefüllten Mägen wieder auf und zogen weiter.

Bergab ...
 
 
.. und ...

... bergauf ;)


Wiesen gab es sehr selten


 
Eine sehr schöne Flora hat dieses Land zu bieten.

Auch Aufsitzerpflanzen kann man hier finden; Epiphyten auch genannt.
Irgendwas muss ja aus der Schule hängen geblieben sein :P

Für uns hieß es bergab Richtung Dhampus

Wieder eine der seltenen Freiflächen. Diesmal wirklich groß.

Ach du holy Cow!

 
Wir erreichten unser Tagesziel, als es grad mit dem Regen anfing.
Dementsprechend wolkig war es leider.

Das Zimmer übertraf meine Erwartungen um weiten.

Die Aussicht ins Tal runter war wirklich einmalig - auch trotz Regen
 
 
Nach dem Abendessen entschieden wir uns noch eine Nachtwanderung zu machen.
Es dämmerte schon, als wir losgingen. Die Bilder hab ich nachträglich aufgehellt.



FlipFlops anzuziehen war ein sehr großer Fehler, den mir die Blutegel dankten.

 
Als wir zurückkamen duschte ich und, oh Wunder, es war meine erste heiße Dusche in Nepal.
Nicht mäßig kalt oder lauwarm, nein: HEISS. Unfassbar... und das beim Trekken!
Ich versuchte danach die Blutungen zu stillen, aber die Vielzahl an Blutegeln injizierten (komisches Wort^^) eine Menge blutgerinnungshemmendes Hirudin....
Kaltes Wasser und Pflaster halfen da nicht. Es blutete einfach weiter und weiter....


Ich verwendete dann Tape, um es abzudichten. Es schien zu helfen und ich ging Abendessen. 
So sah das Bad nach dem Verarzten aus xD
 
 Als ich müde vom Essenstisch aufstand, bemerkte ich eine kleine Blutlache an der Stelle, an der eben noch meine Füße waren. Das Tape half also nicht :'D

So sahen meine Füße aus: 

Das weiße Bett wollte ich nicht ruinieren....
Ich wusste mir im Halbschlaf nicht mehr anders zu helfen als eine Tüte über meinen Fuß zu stülpen und mit einem Gürtel festzuzurren.


Ich schoss noch ein Foto von meinem Besucher und ging endlich schlafen.
 
 
Der nächste Morgen



 
 
Nach diesem traumhaften Morgen machten wir Yoga, frühstückten und brachen auch schon wieder auf.
 
Leider wurde es sehr schnell wieder wolkig.
 
Reisfelder, Reisfelder, Reisfelder...
Wobei mittlerweile weiß ich, dass auch viel Hirse angebaut wird.


 
Bei einem meiner Lieblingsbilder handelt es sich auch nicht um ein Reis-, sondern um ein Hirsefeld, welches abgeerntet wird.
 
Wir erreichten ein kleines, verschlafenes Dorf...


 


Bevor es auch schon wieder ins Grüne ging.




 

 


Reptilien beim Sonnenbad

Diese Kinder zwangen wir zum Modeln und obwohl sie ihren Job gut machten, bekamen sie von uns keine Schokolade.


Ziegengroßfamilie



Ja, wer steht denn hier auf der Brücke?

 


Rivershooting mit Krishna


Eine imposante Gottesanbeterin, aber leider verletzt

Feldarbeit
 
 

 
Es grünt zu grün....

Erdrutsch!
 

Wer möchte hier anfangen die Cinderella/das Aschenputtel zu suchen?

Wir erreichten dann nach langer Zeit weder eine richtige Straße...

... mit überfüllten Bussen #thanksIndia

Dieses Haus ließe sich doch auch problemlos in das deutsche Stadtbild einfügen, oder?






 Diese vermeintliche "Ameisenstraße" entdeckte Heike.  Sie bekam dann gleich eine Nachhilfestunde in Myrmekologie. Es handelt sich hierbei nämlich richtigerweise um Gruppenrekrutierung.

Danach kamen wir in eine Waldlandschaft mit rutschigem Terrain


Hier zu sehen ist ein nepalesischer Mülleimer

Wer wohnt denn hier drin? Ich denk mal keiner^^

Sehr dicht bewachsen war das ganze hier.

Viele Spinne und auch Spinnweben im Gesicht

Kurze Verschnaufspause

Krishna



 

Wer hängt denn hier kopfüber?
 
 

Hirse so weit das Auge reicht

Kinder beim Fußballspielen
Man beachte den bemalten Pulli

Ihr Tor: Simpel, aber effektiv

Diese Landschaft!! Herrlich

Nepalesische Feldaufteilung

Mit dieser coolen Socke unterhielten wir uns über 20 Minuten.

Er würde am liebsten Nepal verlassen und wo anders arbeiten, aber dafür fehle ihm das Geld.
Auch habe er aus dem selben Grund keine Frau und hätte am liebsten gleich Heike geheiratet.

Er bot uns einen kleinen Einblick in das Hamsterrad-Leben als Bauer.
Einer der wenigen Nepalesen, der sich mit seinem einfachen Leben nicht zufrieden gibt - aber irgendwie auch verständlich

 
Er hätte uns am liebsten zu sich nach Hause eingeladen.














Von diesem besonderen Vogel hätte ich gerne ein besseres Foto.
Durch seine langen Schwanzfedern und seinen einzigartigen Ruf fiel er mir mehrmals auf,
aber ihn zu fotografieren erwies sich als nicht einfach.



Es wurde schon wieder dunkel und wir kamen langsam aber sicher unserem Ziel immer näher.
 
Häuserbau mit Bambusrohren als Stützpfeiler
Und diesen pumpen Klotz stellen Japaner dort hin und verschanteln die Landschaft...


 
Wir kamen dann endlich auch am Zielort an und brauchten erstmal was zum Trinken



Traumhafte Ansicht auf Pokhara und den Fewa-See
 
Dieses Zimmer entsprach schon eher meinen Erwartungen.
Klein und schmuddelig, aber damit kann ich Leben.

Die Nacht war kalt und kurz, aber der kommenden Sonnenaufgang sollte alles Negative ausradieren.
 

Viele Treppen ging es nach oben zum Aussichtspunkt.
 
 
Sonnenaufgang mit Aussicht auf die Annapurnakette (7.000er) und Pokhara
 
 
Die Sonne war noch nicht mal zu sehen und schon kam Nebel auf und ließ Pokhara nach und nach verschwinden.

 


 

 








 
 
Über diese Zwei mussten wir sehr schmunzeln.
Das Fotograf-Model-Pärchen machte permanent Bilder in allen für den Körper möglichen Posen :D
 


Natürlich auch mit ihrem Handy, damit die Instagramwelt sie gleich zu Gesicht bekam.
Von ihrem Gesicht dagegen sah man allerdings wenig^^


 
Wir mussten uns irgendwann leider von dem traumhaften Anblick trennen...
Und der Abstieg stand uns bevor, womit der Trek dann schließlich zu Ende war.
 





Ja, wir hatten Spaß :D





Der Nebel war inzwischen verschwunden, aber dennoch blieb ein Dunst über Pokhara hängen.





Auch ein klein bisschen Umweltbewusstsein ist vorhanden.


Wir erreichten schließlich denn See

Berufsfischer bei der Arbeit

Paragliding! Was für eine Erfahrung das war :O

Shiva - Gott der Zerstörung (er ist männlich, falls man es nicht erkennt ;))

The Beatles Café *__*



Hier seht ihr einen großen schönen Schmetterling.
Auf Nepali: Butterli (gar nicht aus dem Englischen abgeleitet oder so xD)




Auf einem Markt an diesem Tag konnte man alles kaufen, was man nicht braucht.




Wir waren auf dem Heimweg und dieses Haus mit den kitschigen Disney-Holz-Pfeilern musste ich einfach fotografieren ;)
 
Als wollte er uns willkommen heißen: Dieser Baum kurz vor dem Haus der Gastfamilie hatte als wir aufbrachen noch nicht geblüht.

 Und damit endete unser Trek und somit auch dieser Eintrag.

Der nächste Beitrag folgt bald :)
also
 
... ! stay tuned ! ...
 


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