Nawa wohnt 10 Minuten von unserem Haus weg und spricht nur Englisch. Er war derjenige, der mich vom Flughafen abgeholt hat. Er gibt Nepali-Unterricht und zeigt uns die Stadt.
Bhagwan ist das Mädchen für alles, der zusammen mit seiner Mutter im Volunteerhaus wohnt. Er spricht gut Deutsch und kümmert sich um alle Anliegen.
Die ersten Tage hier dienten der kulturellen Einführung.
So richtig los gingen diese erst ab Montag, aber da Lukas und ich Samstag schon angereist sind, bekamen wir Sonntag bereits die Möglichkeit die Stadt zu erkunden.
So richtig los gingen diese erst ab Montag, aber da Lukas und ich Samstag schon angereist sind, bekamen wir Sonntag bereits die Möglichkeit die Stadt zu erkunden.
Nach dem Frühstück (Toast und Marmelade; Nepali frühstücken
normalerweise nicht) kam Nawa und wir unterhielten uns unter anderem über
unsere Hobbys, aber auch über Belgien und Deutschland und deren Biere.
Danach ging es das erste Mal mit einem Microbus zum Thamel,
dem Touristenviertel Kathmandus.
Puhh... Der Verkehr ist hier wirklich komplett anders. Zum einen ist das Fahren auf der linken Seite für mich immer noch ungewohnt, zum anderen wird beim Überholen auch auf der rechten Seite gefahren, hupend und ohne Rücksicht auf den Gegenverkehr. Kreuz und quer ist hier Standard. Aber Hauptsache hupend!
Stinken tut es auch. Teilweise mehr, teilweise weniger. Umweltplakette? Wer braucht das?
Schwarze rauchige Gebilde qualmen aus den rostigen Auspuffen, um bei den nächsten Autos durch die offenen Fenster in die Nasen der Menschen einzudringen. Zusätzlich entstehen Wolken aus dem aufgewirbelten Sand, die sich mit den Abgasen zu einem dreckigen, giftigen Etwas vermengen.
Puhh... Der Verkehr ist hier wirklich komplett anders. Zum einen ist das Fahren auf der linken Seite für mich immer noch ungewohnt, zum anderen wird beim Überholen auch auf der rechten Seite gefahren, hupend und ohne Rücksicht auf den Gegenverkehr. Kreuz und quer ist hier Standard. Aber Hauptsache hupend!
Stinken tut es auch. Teilweise mehr, teilweise weniger. Umweltplakette? Wer braucht das?
Schwarze rauchige Gebilde qualmen aus den rostigen Auspuffen, um bei den nächsten Autos durch die offenen Fenster in die Nasen der Menschen einzudringen. Zusätzlich entstehen Wolken aus dem aufgewirbelten Sand, die sich mit den Abgasen zu einem dreckigen, giftigen Etwas vermengen.
Deshalb tragen viele hier auch einen Mundschutz, aber bei
mir kommt dann mein Buff zum Einsatz, der über den Mund getragen wenigstens größere
Partikel rausfiltert.
Nawa führte uns dann durch die Gassen und Shoppingmeilen zu
einer Wechselstube, damit Lukas und ich Geld wechseln konnten.
Anschließend zeigte er uns ein Restaurant in Thamel, in dem
es die besten Momos geben soll. Hier machten wir Rast und probierten die mit
Gemüse oder Fleisch gefüllten Teigtaschen.
Ich bemühte mich hierbei immer mit rechts zu essen, aber nach dem Trinken beispielsweise nahm automatische meine linke Hand die Gabel, was ich dann erst nach mehreren Bissen merkte.
Inzwischen weiß ich aber, dass das kein so großer Fauxpas ist - zumindest wenn man mit der Gabel ist.
Ich bemühte mich hierbei immer mit rechts zu essen, aber nach dem Trinken beispielsweise nahm automatische meine linke Hand die Gabel, was ich dann erst nach mehreren Bissen merkte.
Inzwischen weiß ich aber, dass das kein so großer Fauxpas ist - zumindest wenn man mit der Gabel ist.
Rechts sieht man das Schild vom Restaurant
Das Zeichen links sieht man hier öfter und hat nichts mit dem kranken 3. Reich zu tun
Am Abend kamen bei uns noch zwei Mädchen an, mit denen wir
uns auf der Dachterrasse über zahlreiche Themen unterhielten. Die Eine geht ab
Donnerstag nach Chitwan zu den Elefanten und die Andere ins Naturschutzprojekt
nach Annapurma.
Insgesamt sind im Moment ca. 30 Volunteere mit Karmalaya in
Nepal, von denen 15 in Kathmandu sind, also bei Bhagwan und Didi wohnen. Sie kommen
aus Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz.
So sahen die letzten Tage hier aus:
Montag bis Mittwoch standen wir um 5.45 Uhr auf, duschten
und gingen dann zum Volunteerhaus von Karmalaya (5 min zu Fuß), um dort nach
einer Tasse Tee um 6.30 Uhr Yogaunterricht zu bekommen. Das dauerte etwa bis
8.30 Uhr und anschließend ging’s fürs Frühstück wieder zurück zu Didi.
Mit vollem Magen kehrte man schließlich um 10 zum Volunteerhaus zurück, denn dort bekamen wir Nepali-Unterricht, Hinweise zur Kultur und auch Infos zur Geschichte Nepals/Kathmandus.
Dort wurde die Energie vom Essen verbraucht, so dass wir hungrig zu Didi liefen, die uns Dal Bhat servierte.
Nachmittags gegen halb 3 durfte man dann erneut die Location wechseln und das Karmalaya-Haus aufsuchen, denn dann folgte das Sightseeing – mit Taxi, Tuktuk oder Microbus. Alleine die Fahrten waren eigentlich immer Aufregung genug.
Abends waren wir um ca. 6 Uhr zurück und aßen wieder Dal Bhat bei Didi.
Mit vollem Magen kehrte man schließlich um 10 zum Volunteerhaus zurück, denn dort bekamen wir Nepali-Unterricht, Hinweise zur Kultur und auch Infos zur Geschichte Nepals/Kathmandus.
Dort wurde die Energie vom Essen verbraucht, so dass wir hungrig zu Didi liefen, die uns Dal Bhat servierte.
Nachmittags gegen halb 3 durfte man dann erneut die Location wechseln und das Karmalaya-Haus aufsuchen, denn dann folgte das Sightseeing – mit Taxi, Tuktuk oder Microbus. Alleine die Fahrten waren eigentlich immer Aufregung genug.
Abends waren wir um ca. 6 Uhr zurück und aßen wieder Dal Bhat bei Didi.
Man kommt sich vor wie so ein Tischtennisball, der von
Bhagwans und Didis Haus hin und her geschossen wird. Von in der Früh bis
abends. Jeden Tag aufs Neue. Ohne Rücksicht auf die Nepalesen, die uns so oft
ertragen müssen, weil wir jeden Tag zigfach an ihnen vorbei gehen.
Dienstag kam es außerdem nach dem Abendessen zu mehreren
Runden Werwolf (= Werwölfe von Düsterwald. Wer dieses Spiel nicht kennt,
verpasst so einiges), die sich bis halb 11 hinzogen. Um das Spiel zu holen,
lief ich ein weiteres Mal zu Didi und wieder zurück :D
Mittwoch hatten wir nachmittags frei. Die meisten gingen zum Shopping Center oder nach Thamel, um Sachen für die langen Fahrten bzw. z.B. auch den Aufenthalt in Gaujini (kleines Dorf mit nur kleinem Supermarkt) einzukaufen.
Mittwoch hatten wir nachmittags frei. Die meisten gingen zum Shopping Center oder nach Thamel, um Sachen für die langen Fahrten bzw. z.B. auch den Aufenthalt in Gaujini (kleines Dorf mit nur kleinem Supermarkt) einzukaufen.
Ich bleibe ja erstmal länger in Kathmandu und hatte alles,
was ich brauchte und entschloss zum Friseur zu gehen, weil ich wegen meinen
längeren Haaren gefühlsmäßig viel Wasser zum Waschen und sie lange zum Trocknen
brauchen und ich sowieso jeden Tag mehrmals an einem vorbeilaufe. Ich habe mich
vorher bei mehreren Nepalesen informiert, was ein Friseur fürs Schneiden
verlangen darf, um nicht übers Ohr gehauen zu werden: An der Straße bis zu 100
und in einem Beautysalon bis zu 300 … Rupien natürlich!
Ich machte mich auf den Weg bzw. ging halt 5 Häuser weiter und sagte ihm in gebrochenem Nepali, dass ich Haare schneiden lassen will und fragte, wie viel es kostet. Er fragte nochmal nach und ich wiederholte die Frage nach dem Preis mit anderen Worten. Diesmal verstand er mich und meinte 70 Rupien. Passt, dachte ich mir. Muss ich nicht mal verhandeln :) Gegen 59 Cent ist schließlich nichts einzuwenden^^
Ich deutete ihm an, wie viel noch übrig bleiben soll und er fing mit dem Schneiden an. Das ist aber nicht so wie bei uns: Statt mir die Haare mit Wasser einzusprühen, wie es im Westen oft gemacht wird, schnippelte er einfach drauf los. Und das nicht mit 30 Scheren und 5 Kämmen, sondern er hatte genau eine Schere und dazu einen groben und einen feinen Kamm.
Mit der Zeit wurde mir klar, dass er die Länge an Haaren wegschneidet, die übrig hätten bleiben sollen. Aber er verstand kein Englisch und ich wusste, dass in meinem Sprachführer auch nicht viel Sinnvolles zu so einer Situation stehen würde. Ich ließ ihn deshalb einfach sein Handwerk verrichten.
Ich machte mich auf den Weg bzw. ging halt 5 Häuser weiter und sagte ihm in gebrochenem Nepali, dass ich Haare schneiden lassen will und fragte, wie viel es kostet. Er fragte nochmal nach und ich wiederholte die Frage nach dem Preis mit anderen Worten. Diesmal verstand er mich und meinte 70 Rupien. Passt, dachte ich mir. Muss ich nicht mal verhandeln :) Gegen 59 Cent ist schließlich nichts einzuwenden^^
Ich deutete ihm an, wie viel noch übrig bleiben soll und er fing mit dem Schneiden an. Das ist aber nicht so wie bei uns: Statt mir die Haare mit Wasser einzusprühen, wie es im Westen oft gemacht wird, schnippelte er einfach drauf los. Und das nicht mit 30 Scheren und 5 Kämmen, sondern er hatte genau eine Schere und dazu einen groben und einen feinen Kamm.
Mit der Zeit wurde mir klar, dass er die Länge an Haaren wegschneidet, die übrig hätten bleiben sollen. Aber er verstand kein Englisch und ich wusste, dass in meinem Sprachführer auch nicht viel Sinnvolles zu so einer Situation stehen würde. Ich ließ ihn deshalb einfach sein Handwerk verrichten.
Nachdem er die letzten Schnitte vorgenommen hatte, rasierte
er mir mit einem Rasiermesser den Nacken aus. Ich sah zufällig Nawa
vorbeilaufen (Es gibt keine Tür; eher wie eine Garage zur Straßenseite hin
offen) und rief ihn her. Ich fragte, ob ich dem Friseur 100 geben kann oder ob
das zu viel ist. Man muss hier ein bisschen aufpassen nicht wie ein spendabler
reicher Weißer rüberzukommen, weil das die Nepalesen eher ungerne sehen und
verärgern könnte. Nawa sagte ja und ich bat ihn für mich zu übersetzen, dass
ich ihm Hundert gebe. Er sagte es dem Friseur und sie wechselten ein paar
Worte. Daraufhin meinte Nawa zu mir, dass der Friseur kein Nepali kann und
wahrscheinlich aus nem Bergdorf kommt.
Jetzt weiß ich auch, warum er mich am Anfang nicht sofort verstanden hatte. Mein Nepali war nicht grottig, sondern seins xD
Jetzt weiß ich auch, warum er mich am Anfang nicht sofort verstanden hatte. Mein Nepali war nicht grottig, sondern seins xD
Meine Mum bat mich abends um ein Foto, das ich euch nicht
vorenthalten will. Da es schon dunkel war, wurde es ein Selfie mit Blitz:
Um halb 5 trafen wir uns wieder beim Volunteerhaus und
machten vegetarische Momos. Gar nicht so einfach den Teig so zu falten, dass er
hält. Dazu gab es Kartoffelcurry und Soße. Yo mitho chha! (Das ist lecker :))
Nach dem Essen redeten wir viel, da es der letzte gemeinsame Abend war, bevor sich alle aufteilen und zu ihren Projekten fahren. Nach Gaujini, Pokhara oder Chitwan.
Wir sind echt eine coole Truppe gewesen, die sich jeden Tag besser verstanden hatte.
Nach dem Essen redeten wir viel, da es der letzte gemeinsame Abend war, bevor sich alle aufteilen und zu ihren Projekten fahren. Nach Gaujini, Pokhara oder Chitwan.
Wir sind echt eine coole Truppe gewesen, die sich jeden Tag besser verstanden hatte.
Didi habe ich schon öfters gefragt, ob ich ihr beim Kochen
helfen kann, aber sie lehnte es immer dankend ab. Wenigstens abwaschen durften wir
Volunteere und rotierten dabei, so dass jeder mal drankommt :)
Erwähnenswert ist auch, dass Strom und Wasser, aber vor allem
Wlan hier keine Selbstverständlichkeit sind:
Mehrmals am Tag fällt der Strom für mehrere Stunden aus oder wird abgestellt. Fließend Wasser hatten wir auch schon öfters nicht, so dass wir nicht duschen konnten. Und wenn wir duschen können, ist das Wasser natürlich kalt. Das Wlan hier funktioniert auch nur sporadisch und ist längst nicht so schnell wie im Westen.
Mehrmals am Tag fällt der Strom für mehrere Stunden aus oder wird abgestellt. Fließend Wasser hatten wir auch schon öfters nicht, so dass wir nicht duschen konnten. Und wenn wir duschen können, ist das Wasser natürlich kalt. Das Wlan hier funktioniert auch nur sporadisch und ist längst nicht so schnell wie im Westen.
Das war jetzt sehr viel Text… Bilder vom Sightseeing werden in einem extra Bericht folgen, keine Angst. Wir haben so einiges erlebt und gesehen, also seid gespannt!

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